Schumann Violinkonzerte - Pressestimmen

Verständnis und Sensibilität 
Das Schumann Violinkonzert  stellt eine der größten Herausforderungen des romantischen Violin - Repertoirs dar.
Sogar so hingebungsvolle Exponenten wie Yehudi Menuhin (EMI)  und Henryk Szeryng
(Philips) waren nicht gänzlich erfolgreich, all die interpretatorischen Geheimnisse dieser Meisterwerke zu entschlüsseln. 

Julian Haylock  - „The Strad “ -  Dezember 2008

Während der Großteil der Solisten sich von der von Joachim beeinflussten Perspektive  als Vorläufer des Brahms D-Dur Konzertes dem Werk nähern  ( verständlich, da das Konzert
für den großen deutschen Violinisten komponiert wurde ),  rückt es Thomas Albertus Irnberger  ( Gramola 98834 ) näher an das von David beinflusste Mendelssohn e-moll Konzert heran, indem er es mit einem leichten, silbrigen Ton und einer traumhaft phrasierten Geschmeidigkeit spielt, so berauschend, dass man zeitweise empfindet, ein völlig anderes Werk zu hören.

Sogar das berüchtigte diffuse Finale schwebt hier frei von musikalischer Schwerkraft. 

Irnberger und das Spirit of Europe Orchester dirigiert von Martin Sieghart modulieren die lyrischen Episoden mit einer herzerwärmenden Einfühlsamkeit. 

Als perfekte Paarung spielt Irnberger die von Schumann authorisierte Transkription des
Cello – Konzertes für Violine mit einer ungezwungenen Natürlichkeit und Geschmeidigkeit, die einem nahezu das Original vergessen lassen.  

Romantik Genuss pur .....

Die beiden Schumann Violinkonzerte - das zweite die autorisierte Violinfassung seines Cellokonzerts - sind keine Lieblingsstücke.

Dabei haben die Konzerte Ohrwurmqualitäten - wenn sie so kraftvoll und ausdrucksstark gespielt werden wie von Irnberger und dem Kammerorchester Spirit of Europe  unter Siegharts souveräner Leitung. 
Zügige Tempi und ein toll austariertes Klangbild komplettieren das Hörvergnügen.

In dieser Version könnten die Konzerte Lieblingsstücke des Publikums werden.

 

Andreas Fritz   - „ Audio Magazin Deutschland  “ -  Juni 2009

Home | Nach oben