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Pressestimmen
 BÜHNE  Nr. 7-8 Juli / August 2008
 

 

lrnberger / Demus: Poetischer Dialog
 

Heuer wird Jörg Demus 80 Jahre alt.  Doch sein Klavierspiel hat immer noch
jugendlichen Elan, wenn dieser auch auf dem herrlich
klingenden Hammerklavier von Conrad Graf aus dem Jahr 1823 gedämpfter wirkt als auf einem modernen Flügel.

Doch für die lyri
schen Zwischentöne, die Schubert
in seinen drei Violinsonaten op. 137 anschlägt, ist das genau das richtige Instrument.

Mit dem jungen
Geiger Thomas Albertus Irnberger lässt sich Jörg Demus darauf auf einen poetischen Dialog ein, bei dem es weniger um gegensätzliche Standpunkte als um ein gemeinsames Empfinden geht.
                                                                                                                                                pb

 Ensemble  3 / 2009

Gegenseitig zugehört .....

Es genügen wenige Takte, um den Ansatz von Thomas Albertus Irnberger ( Violine ) und Jörg Demus ( Klavier )
auf ihrer aktuellen Einspielung der Violinsonaten D 384, 385, 408 ( op.posth. 137, Nr. 1-3 ) von Franz Schubert
zu begreifen. Das Stichwort lautet : Interpretatorische und klangliche Vielfalt.

Auf wundersam selbstverständliche Weise gelingt es dem 1985 in Salzburg geborenen Junggeiger und dem 1928
in St.Pölten geborenen Granseigneur der Taste und leidenschaftlichen Instrumentensammler, den Partituren die richtige
Balance zwischen historisch informierter Sicht und (früh)romantischem Gestus zu entlocken. Einerseits greift Demus in
Tasten eines Hammerflügels aus dem Hause Conrad Graf, der um 1823 entstand ; Schubert schätzte die Instrumente
von Graf nachweislich sehr, vermutlich stammte sein eigenes , 1814 vom Vater geschenktes Klavier von Graf.
Andererseits scheut Irnberger nicht den - behutsamen  - Einsatz des Vibratos .
Hier musizieren zwei Interpreten , die die Werke vornehm und uneitel respektieren. Sie verfallen weder irgendwelchen Dogmen noch der eigenen Persönlichkeitsdarstellung.
Zudem ist diese CD ein Musterbeispiel an generationenüberschreitendem, gleichberechtigtem Musizieren :
Man hört es den Einspielungen an, dass das österreichische Duo zu gemeinsamen Lösungen gelangt.
Der Dialog ist bestimmendes Maß der Interpretation, und es wurde gegenseitig zugehört.
Ein gelungener Auftakt ihrer Schubert-Edition.
                                                                                                                                                                                    Marco Frei